Morbus Crohn Blog

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Die Enttäuschung mit Citrafleet. Erfahrungsbericht einer Leserin.

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Jahrelang habe ich Moviprep eingenommen und nicht vertragen. Dann bin ich auf die beiden Alternativen Citrafleet und Pricoprep gestoßen.

In meinem Artikel “Darmspiegelung: Nie wieder literweise Abführmittel trinken” habe ich meine positiven Erfahrungen dazu mit euch geteilt. Dass es auch anders gehen kann, zeigt dieser Erfahrungsbericht der Bauchblubbern-Leserin Nika:

Alternative zu Moviprep?

Moviprep oder CitrafleetBis zur missglückten Kolo im April 2017 (die 6. seit 2008) habe ich vor jeder Darmspiegelung immer mindestens 2 Liter Moviprep bekommen.

Von der Wirkung hat alles sehr funktioniert, zumal ich nie die gesamte Menge an Flüssigkeit benötigte, da ich sowieso fast dauerhaft Durchfälle habe.

Leider erinnert sich mein „vegetatives” Nervensystem genau an Geschmack, Aussehen und Geruch von Dingen die ich ekelig finde…

Und wenn ich nicht schnell genug reagiere, zeigt mir mein Magen unmittelbar, was er alles zurückbefördern kann, selbst wenn ich vorher nichts gegessen habe. Daher musste ich ein alternatives Mittel finden und bin auf einen Artikel im Blog „Bauchblubbern” über Citrafleet und Pricoprep gestoßen.

Arztsuche – die Nadel im Heuhaufen finden

In der Nähe einen Arzt zu finden, der nicht auf Moviprep besteht, ist auch in einer Großstadt nicht einfach. Die im Krankenhaus vorgeschlagene Zuführung von Moviprep über eine Nasen-Schlund Sonde ist bei meinem Würgereiz praktisch unmöglich und hätte ich auch keinesfalls toleriert.

Nach langer Suche bin ich also endlich auf einer niedergelassene Ärztin gestoßen, die die Darmspiegelung mit Citrafleet durchführen wollte.

Die Dosierung hat sie auf 3 x 150 ml Citrafleet erhöht, da sich laut ihren Erfahrungen gezeigt hat, dass 2 x nicht ausreichend säubern. Dazu sollte ich mindestens 4 Liter klare Flüssigkeit trinken.

Erste Probleme mit Citrafleet

Citrafleet - Alternative zu Moviprep

Leider stellte sich bereits bei der ersten Packung heraus, dass der Geruch und Geschmack dem von Moviprep sehr ähnlich ist, wenn auch nicht so intensiv.

Um 14.00 Uhr habe ich also mit den ersten 150 ml angefangen. Von der zweiten Dosis habe ich dann die erste Hälfte nicht bei mir behalten können und bin um 18.30 mit Schüttelfrost ins Bett.

Am nächsten Morgen um 6.00 Uhr hat die dritte Portion prima geklappt. Um 6.30 und 7.00 Uhr habe ich dann noch jeweils 250 ml Wasser mit etwas Saft getrunken.

Darmspiegelung: das ernüchternde Ergebnis

Ich war ganz zuversichtlich, aber leider hatte mein Magen die Weiterleitung in die richtige Richtung eingestellt und sich für die andere entschlossen… somit ist von der dritten Portion fast nichts in den Darm gelangt.

Der gleiche “Mist” wie im April.

Die Darmreinigung kann nicht viel besser wie letztes mal mit Moviprep gewesen sein, aber die niedergelassene Ärztin war so nett, hat gespült und abgesaugt und damit ist das Resultat ganz gut geworden. Sie hat auch nicht mit mir gemeckert wie die Ärzte im Krankenhaus, denn letztlich macht man das ja nicht mit Absicht oder aus Gehässigkeit.

Wenn nun die entnommene Biopsie von einer Läsion nichts ergibt, habe ich 3 Jahre Ruhe. Vielleicht findet sich bis dahin ja noch ein weiteres Mittel, aber darüber will und kann ich derzeit nicht nachdenken.

 

Danke liebe Nika für deinen Erfahrungsbericht! Schade, dass Citrafleet bei dir nicht so gut gewirkt bzw. dein Magen so schlecht darauf reagiert hat. Zum Glück hast du zumindest eine verständnisvolle Ärztin gefunden, die sich bei der Untersuchung Zeit lässt und Mühe gibt auf eventuelle Probleme einzugehen. 

Ich wünsche dir, dass es bald wieder bergauf geht und drücke dir die Daumen, dass du dich die nächsten Jahre nicht mehr mit Abführmittel quälen musst. 

Habt ihr auch Erfahrungen mit Moviprep, Citrafleet oder Prioprep gemacht, die ihr gerne teilen möchtet? Dann schreibt einen Kommentar oder eine persönliche Nachricht an redaktion@bauchblubbern.de

Ich freue mich über deinen Kommentar!

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